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Besucher schlüpfen in die Rolle des Chirurgen

Was sind Hernien? Wie entstehen sie und wann müssen sie operiert werden? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um Bauchwandbrüche bekamen Besucherinnen und Besucher bei der kostenlosen Vortragsreihe „Medizin konkret“ im Evangelischen Krankenhaus Witten.
Ein Mann im weißen Arztkittel steht zwischen zwei normal gekleideten Herren. Einer von ihnen hält ein medizinisches Gerät in den Händen.

Chefarzt Matthias Blase (Mitte) zeigt Besuchern, wie minimalinvasie Chirurgie funktioniert.

Was sind Hernien? Wie entstehen sie und wann müssen sie operiert werden? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um Bauchwandbrüche bekamen Besucherinnen und Besucher bei der kostenlosen Vortragsreihe „Medizin konkret“ im Evangelischen Krankenhaus Witten, das einer von sieben Krankenhausstandorten des EVA Ruhr ist. 

Matthias Blase, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und seine Kollegin Oberärztin Dr. Thulasi Kirupanathan stellten zunächst das Krankheitsbild und die Diagnostik vor. Hernien zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Dabei entsteht durch eine geschwächte Bauchwand eine Lücke, durch die Teile des Bauchinnenraumes herausgepresst werden. Nicht alle Bauchwandbrüche müssen operiert werden, oftmals ist ein Eingriff aber unumgänglich.  

Wie eine Hernien-Operation abläuft, erläuterten die beiden Chirurgen des EvK auf Wunsch der Besucher Schritt für Schritt anhand eines OP-Videos. Bei dem minimalinvasiven Eingriff sind anstelle eines großen Bauchschnittes nur wenige millimeterkleine Schnitte nötig. Über diese werden die für die Operation benötigten Instrumente sowie eine Kamera in den Bauchraum eingeführt. Über einen Bildschirm kann der der Chirurg nun die einzelnen Arbeitsschritte verfolgen. Zum Beispiel das Einsetzen eines Netzes.  

Im Rahmen von „Medizin konkret“ hatten die Besucher Gelegenheit, in die Rolle des Operateurs zu schlüpfen: Im Seminarzentrum stand ein Simulator eines Laparoskopie-Turms samt Torso bereit, an dem sich die medizinischen Laien als Chirurgen versuchten. Die in den Torso eingeführten Instrumente fest in der Hand und den Blick konzentriert auf den Monitor gerichtet, versuchten sie, Streichhölzer aus einer Schachtel zu ziehen und wieder dort hineinzubugsieren. Mit Erfolg.

Dank der Schlüssellochchirurgie ist eine Hernien-Operation heutzutage so schonend, dass sie ambulant durchgeführt werden kann. Das heißt: In den meisten Fällen können die Patienten schon wenige Stunden nach dem Eingriff wieder nach Hause. Das EvK Witten ist auf Hernien spezialisiert und steht für eine qualitätsgesicherte Hernienchirurgie. „Hernien-Eingriffe gehören für uns zum Tagesgeschäft“, sagt Chefarzt Matthias Blase. 

Wer unter einem Bauchwandbruch leidet, kann sich in der Sprechstunde des EvK vorstellen, Tel. 02302/175-2461. 

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