Fachpublikum beim 15. Thoraxsymposium
Im Mittelpunkt des Symposiums standen zentrale Themen der modernen Lungenmedizin. Renommierte Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie und Intensivmedizin gestalteten ein vielseitiges Programm und beleuchteten aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie deren praktische Umsetzung im klinischen Alltag.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung des neuen Robotik-Systems Ion, das seit Anfang des Jahres im Thoraxzentrum Ruhrgebiet eingesetzt wird. Das System ermöglicht eine robotergestützte Bronchoskopie und gilt als bedeutender Fortschritt in der Lungenkrebsfrüherkennung. Selbst sehr kleine Lungenknoten, die bislang nur schwer erreichbar waren, können damit präzise angesteuert und für eine Gewebeprobe biopsiert werden.
Mit der Einführung des Systems positioniert sich das Thoraxzentrum Ruhrgebiet europaweit als Vorreiter in der robotergestützten Diagnostik von Lungenerkrankungen. Als zertifiziertes Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft ist das Zentrum damit optimal auf das geplante Lungenkrebsscreening für Risikopatientinnen und -patienten, das im Frühjahr starten soll, vorbereitet.
Ion ist zugleich der dritte medizinische Roboter, der am Standort Herne-Eickel zum Einsatz kommt. Damit profitieren Patientinnen und Patienten bei der Diagnostik und Behandlung von Lungenkrebs im Thoraxzentrum Ruhrgebiet von einer einzigartigen robotischen Infrastruktur: In keiner anderen Thoraxchirurgie in Europa stehen so viele unterschiedliche Robotik-Systeme für die Behandlung und Diagnostik von Lungenerkrankungen zur Verfügung.
Ziel des Thoraxsymposiums bleibt es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit der klinischen Praxis zu verbinden und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen kontinuierlich weiter zu verbessern.