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Innovatives Verfahren bei Knochenbrüchen im Alter: Große Resonanz bei Patientenveranstaltung

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung des EVK Gelsenkirchen, zur Patientenveranstaltung rund um das Thema „Knochenbrüche im Alter“.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung des Evangelischen Klinikum (EVK) Gelsenkirchen, das zu einem der Häuser im EVA Ruhr gehört, zur Patientenveranstaltung rund um das Thema „Knochenbrüche im Alter“. Referent an diesem Nachmittag war Yousef Adam, Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, der über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei geriatrischen Frakturen informierte. 

Knochenbrüche bei älteren Patientinnen und Patienten stellen häufig ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Zwar sind Frakturen grundsätzlich gut behandelbar, doch klassische operative Verfahren mit Schrauben, Nägeln oder Drähten bringen oft lange Heilungsphasen mit sich. Die Folgen sind eingeschränkte Mobilität, ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und nicht selten auch ein Verlust an Selbstständigkeit im Alltag. 

Im Mittelpunkt des Vortrags stand daher das innovative IlluminOss-Verfahren, bei dem das EVK Gelsenkirchen eine Vorreiterrolle einnimmt. Dieses minimalinvasive Verfahren wird insbesondere bei geriatrischen Patientinnen und Patienten eingesetzt, vor allem dann, wenn die Knochenstruktur durch Osteoporose geschwächt ist. 

Yousef Adam erläuterte anschaulich den Ablauf der Methode: Über einen nur etwa einen Zentimeter kleinen Hautschnitt wird ein Ballonkatheter in den Markkanal des gebrochenen Knochens eingebracht. Dieser wird mit einer lichtsensiblen Flüssigkeit gefüllt, die sich optimal an die individuelle Knochenform anpasst. Anschließend wird das Material durch spezielles Licht ausgehärtet und stabilisiert so den Bruch von innen. 

Die Vorteile dieses Verfahrens liegen auf der Hand: Der Eingriff ist schonend, der Blutverlust gering und postoperative Schmerzen können reduziert werden. Zudem sinkt das Risiko von Komplikationen. Besonders wichtig für ältere Menschen ist die schnelle Mobilisation – viele Patientinnen und Patienten können deutlich früher wieder aufstehen und aktiv am Alltag teilnehmen. 

Die lebhafte Diskussion im Anschluss zeigte das große Interesse am Thema. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und sich über moderne Behandlungsoptionen zu informieren.

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