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Zentrum für Alterstraumatologie meistert Rezertifizierung

Große Freude im Evangelischen Krankenhaus Witten: Das dortige Zentrum für Alterstraumatologie (ATZ), in dem Menschen über 70 Jahre mit Verletzungen nach Stürzen oder Unfällen behandelt werden, ist zum dritten Mal in Folge erfolgreich durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie rezertifiziert worden.
Menschen in medizinischer Dienstkleidung stehen auf einem Flur und halten ein Zertifikat in den Händen.

Freuen sich über die erfolgreiche dritte Rezertifizierung in Folge: (v.l.) Christiane Willamowski (Stationsleitung 3B), Chefarzt Dr. Gudio Rölleke, Oberärztin Daniela Mobascher (Zentrumskoordinatorin Unfallchirurgie), Chefarzt Stephan Ziemke, Dimitri Bauer (Statioinsleitung 3A) und Oberarzt Christos Zioumpiloudis (Zentrumskoordinator Geriatrie).

Große Freude im Evangelischen Krankenhaus Witten: Das dortige Zentrum für Alterstraumatologie (ATZ), in dem Menschen über 70 Jahre mit Verletzungen nach Stürzen oder Unfällen behandelt werden, ist zum dritten Mal in Folge erfolgreich durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie rezertifiziert worden.

Vor dem Hintergrund, dass die Menschen in unserer Gesellschaft ein immer höheres Lebensalter erreichen, gewinnt die Alterstraumatologie mehr und mehr an Bedeutung. Denn: Bei älteren Menschen können bereits kleine Stürze zu komplizierten Brüchen führen. Weil die betagten Patienten in den meisten Fällen zusätzlich unter Begleiterkrankungen leiden, benötigen sie eine spezielle ganzheitliche Behandlung. Die erhalten sie im ATZ, denn hier arbeiten verschiedene Berufsgruppen Hand in Hand. Gemeinsam rücken sie den älteren Patienten mit seiner individuellen Krankengeschichte in den Mittelpunkt: von der Unfallchirurgie und Geriatrie über die Physio- und Ergotherapie bis hin zum Sozialdienst. Stephan Ziemke, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, und Dr. Guido Rölleke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie in den EvKs in Herne-Mitte und Witten, die beide zum EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr) gehören, leiten das ATZ gemeinsam. 

„Ältere Menschen müssen komplett anders versorgt werden als Jüngere“, sagt Chef-Geriater Stephan Ziemke, und erklärt auch, warum: „Im Alter beginnt schon nach wenigen Tagen Bettlägerigkeit ein rapider Muskelabbau.“ Ein Hauptaugenmerk liege im Zentrum für Alterstraumatologie deshalb darauf, die Mobilität und Selbstständigkeit zu erhalten und zu fördern. „Das ist im ATZ das Ziel unserer täglichen Arbeit“, betont Dr. Guido Rölleke. Aus diesem Grund kommen bei älteren Patienten beispielsweise spezielle Operationsverfahren zum Einsatz, damit etwa das verletzte Bein sofort wieder belastet werden kann. Zudem beginnt so schnell wie möglich eine intensive Physio- und Ergotherapie. Darüber hinaus hat der Sozialdienst schon während des Krankenhausaufenthaltes die Zeit nach der Entlassung im Blick und prüft, ob zu Hause Hilfsmittel benötigt werden oder gar ein ambulanter Pflegedienst künftig unterstützen muss. 

Regelmäßige fachübergreifende Besprechungen, gemeinsame Visiten der Unfallchirurgie und Geriatrie sowie gemeinsam entwickelte Behandlungspfade zeichnen die Zusammenarbeit im Zentrum für Alterstraumatologie aus. Dass all das im EvK Witten tatsächlich gelebt wird, davon hat sich eine Auditorin im Rahmen der Rezertifizierung überzeugt. Nach einer Online-Befragung hat sie sich bei einem Besuch vor Ort ein Bild gemacht. Ihr Fazit: Die unfallchirurgisch-geriatrische Behandlung im ATZ im EvK Witten erfolgt eng verzahnt. Beide Stationen sind auf derselben Etage, sodass viele Abstimmungen auf kurzem Dienstweg möglich sind. Besonders hob die Auditorin in ihrem Abschlussbericht die Schmerzerfassung hervor, die im Zentrum für Alterstraumatologie dreimal täglich stattfindet. Ebenso lobte sie, dass vor, während und nach der Operation eine OP-Begleitung durch eine Delirbeauftragte erfolgt.

Dass das ATZ im EvK Witten nach der Zertifizierung im Jahr 2017 nun schon zum dritten Mal in Folge die Überprüfung erfolgreich gemeistert hat, freut auch Christos Zioumpiloudis, Oberarzt der Klinik für Geriatrie und Zentrumskoordinator: „Die Rezertifizierung unterstreicht unsere hohe Fachkompetenz und die sehr gute fachübergreifende Zusammenarbeit zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten.“

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